Drohne ortet selbstständig Menschen in Not

Bisher mussten Rettungskräfte auf ihr eigenes Gehör vertrauen, um Menschen in Not zu finden. Forscher des Fraunhofer-Instituts entwickelten nun eine Drohne, die Hilfeschreie von Menschen erkennt und ortet. Die Helfer vor Ort erhalten dann im Anschluss den genauen Standort.

Welche Technologie steckt dahinter?

Der neue Prototyp verfügt über 32 digitale Mikrofone. Damit sucht die Drohne im Flug nach Geräuschquellen und errechnet, woher das Geräusch kommt. Das Anordnen der Mikrofone wurde nach dem „Crow’s Nest Array“ durchgeführt: Das bedeutet, eine chaotische „Krähennest-Anordnung“. Damit werden menschliche Hilfe-Rufe aus allen Richtungen wahrgenommen.

Varela_Drohne_Feld

In Notsituationen geben Menschen sogenannte „impulsive Geräusche“ von sich, das sind, unter anderem Klatsch-, Schrei- und Klopfgeräusche. Um im Katastrophenfall zwischen Natur-, Tier- oder menschlichen Geräuschen zu unterscheiden, wurde die Drohne mittels Audio-Datenbank der Forscher auf das Erkennen von „impulsiven Geräuschen“ trainiert.

Wo die Drohne in Zukunft helfen soll

Drohnen sind bereits bei Rettungsaktionen im Einsatz. Bisher musste jedoch ein Mensch die Steuerung der Drohne übernehmen und nach Menschen in Not suchen. Mit dieser Erfindung wird die Hilfe suchende Person von alleine gefunden. Somit wird die Drohne in Zukunft nach Naturkatastrophen, wie Erdbeben und Waldbrände, zum Einsatz kommen.

Erste Feldtests sind vielversprechend

Bei bisherigen Openfield Experimenten erkannte die Drohne impulsive Geräusche sofort und flog zur Audioquelle. In Zukunft will das Forscherteam ein höher frequentiertes Mikrofon anbringen, um Geräusche aus noch größerer Entfernung zu identifizieren. Damit wird ein Radius von mehreren hundert Metern abgedeckt. Macarena Varela, Forscherin am Fraunhofer-Institut, demonstriert im Video unten, wie die Drohne funktioniert.

Quellen: EurekAlert; ASA; Krone

 

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