Wie uns Kakerlaken-Roboter zukünftig in einer Katastrophe helfen können

Kakerlakenroboter
Forscher aus Berkeley entwickeln einen Insektenroboter (Bild: University of California, Berkeley)

Viele Insekten und Spinnen haben die Fähigkeit Wände hochzukrabbeln und an Decken zu haften. Inspiriert davon, haben Forscher der University of California einen Mikroroboter mit genau diesen Eigenschaften entwickelt. Der Roboter ist so präzise, dass er komplexes Gelände durchqueren und unerwartete Hindernisse vermeiden kann. Wie sich der kleine Roboter in wenigen Sekunden orientiert, ist im folgenden Video zu erkennen:

Technische Geschicklichkeit

Der Insektenroboter besteht aus einem dünnen, geschichtetem Material, das sich beim Anlegen einer elektrischen Spannung biegt bzw. zusammenzieht. Dies ermöglicht eine Geschwindigkeit von 20 Körperlängen pro Sekunde. Kleine elektrostatische Fußpolster helfen dabei auf unebenen oder senkrechten Oberflächen zurechtzukommen. Diese Agilität demonstrierten die Forscher in einem Labyrinth. In nur 5,6 Sekunden durchquerte der Roboter dieses Experiment:

Helfer in Krisengebieten

Dank seiner Größe ist der Roboter in verschiedensten Umgebungen perfekt einsetzbar. Stürzt ein Haus ein, passt der Mikroroboter durch beinahe jede Spalte. So kann er Gegenstände und Menschen auch unter großen Trümmern Schutt präzise aufspüren und dadurch Leben retten. Weiters besitzt der robuste sowie filigrane Insektenroboter ähnliche Eigenschaften einer Kakerlake und hält sogar bis zu 55 kg aus.  Im folgenden Video wird dargestellt, wie der Roboter den Aufprall eines fallenden Gegenstandes überlebt:

Insekten als Inspiration

Forscher lassen sich schon lange von der Natur- und Insektenwelt inspirieren und versuchen Roboter mit ihren Eigenschaften auszustatten. Wie bereits erwähnt, sind Kakerlaken äußerst robuste Insekten und können das 900-fache ihres Eigengewichts tragen. Außerdem besitzen die Tiere die Fähigkeit, die Ausrichtung ihrer Beinstellung zu ändern. Deshalb finden sie sich auch in Geröll und Schutt bestens zurecht.

Quelle: University of California, Berkeley

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