
Canon hat mit der EOS R8 Mark II eine neue kompakte Vollformatkamera vorgestellt. Sie richtet sich vor allem an ambitionierte Fotografen, Content Creator und Nutzer, die eine leichte Vollformatkamera für Reisen und den Alltag suchen. Die wichtigste Neuerung gegenüber der bisherigen EOS R8 ist die integrierte Bildstabilisierung.
Die EOS R8 Mark II kombiniert einen 24,2-Megapixel-Vollformatsensor mit einem 5-Achsen-Stabilisator, verbessertem Autofokus und bis zu 40 Bildern pro Sekunde. Gleichzeitig bleibt das Gehäuse vergleichsweise leicht. In Deutschland lässt sich die Kamera bereits vorbestellen. Der Preis für das Gehäuse liegt bei 1.799 Euro. Canon nennt den 20. Oktober 2026 als voraussichtliches Versanddatum.
Endlich mit integriertem Bildstabilisator
Einer der größten Kritikpunkte an der ursprünglichen EOS R8 war die fehlende Bildstabilisierung im Kameragehäuse. Genau diesen Punkt hat Canon bei der zweiten Generation beseitigt. Die EOS R8 Mark II besitzt nun einen integrierten Bildstabilisator, der nach CIPA-Standard bis zu 7,5 Belichtungsstufen ausgleichen kann. Canon misst diesen Wert in der Bildmitte mit einem RF 24–105 mm F2.8 L IS USM Z bei 105 Millimetern Brennweite. Am Bildrand nennt der Hersteller bis zu 7,0 Stufen.
Das ist vor allem bei Aufnahmen aus der Hand interessant. Bei schlechten Lichtverhältnissen können längere Belichtungszeiten verwendet werden, ohne dass Verwacklungen sofort das Bild unbrauchbar machen. Auch bei Videoaufnahmen soll die Stabilisierung ruhigere Bewegungen ermöglichen. Wer zusätzlich ein RF-Objektiv mit optischem Bildstabilisator verwendet, kann von der Kombination aus Objektiv- und Gehäusestabilisierung profitieren.
24,2 Megapixel bleiben erhalten
Beim Sensor setzt Canon weiterhin auf eine Auflösung von 24,2 Megapixeln. Die Kamera nutzt einen Vollformat-CMOS-Sensor, der laut Hersteller insbesondere bei wenig Licht eine hohe Bildqualität und einen großen Dynamikumfang liefern soll.
Die Auflösung fällt damit nicht höher aus als beim Vorgängermodell. Canon konzentriert sich bei der Mark II stärker auf Bedienung, Stabilisierung, Autofokus und Geschwindigkeit. Für viele Einsatzzwecke reichen 24 Megapixel ohnehin aus. Fotos lassen sich groß ausgeben und nachträglich zuschneiden, ohne dass die Dateigrößen extrem ansteigen.
Bis zu 40 Bilder pro Sekunde
Auch schnelle Serienaufnahmen gehören zu den Stärken der EOS R8 Mark II. Mit elektronischem Verschluss schafft die Kamera laut Canon bis zu 40 Bilder pro Sekunde.
Neu beziehungsweise besonders relevant ist die Voraufnahmefunktion. Sie beginnt bereits etwa eine halbe Sekunde vor dem vollständigen Betätigen des Auslösers mit der Aufzeichnung und kann dadurch bis zu 20 zusätzliche Bilder erfassen.
Gerade bei Sport, Tieren oder spontanen Situationen kann das praktisch sein. Wenn der entscheidende Moment bereits vorbei ist, bevor der Fotograf vollständig reagiert hat, befindet sich das passende Bild möglicherweise trotzdem in der Serie.
Canon weist allerdings darauf hin, dass die maximale Serienbildgeschwindigkeit je nach Objektiv, Lichtverhältnissen und weiteren Einstellungen geringer ausfallen kann.
Autofokus erkennt Menschen, Tiere und Fahrzeuge

Die EOS R8 Mark II arbeitet mit Canons Dual Pixel CMOS AF II. Das Autofokussystem nutzt Deep Learning, um Motive automatisch zu erkennen und zu verfolgen. Unterstützt werden unter anderem Menschen, Tiere und Fahrzeuge. Augen, Gesichter und Körper können automatisch im Fokus gehalten werden. Zusätzlich gibt es eine Funktion zur Registrierung bestimmter Personen. Damit kann die Kamera festgelegte Personen bei Veranstaltungen oder Gruppenaufnahmen priorisieren.
Ein weiterer Vorteil gegenüber der bisherigen R8 ist der neue Multi-Controller. Der kleine Joystick auf der Rückseite ermöglicht es, das aktive Autofokusfeld schnell zu verschieben, ohne dafür zuerst über das Touchdisplay arbeiten zu müssen.
4K-Video mit 60 Bildern pro Sekunde
Auch Videofilmer bekommen mehrere interessante Funktionen. Die EOS R8 Mark II nimmt 4K-Videos mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf. Das Ausgangsmaterial wird dabei laut Canon aus einer 6K-Aufnahme heruntergerechnet, wodurch besonders detailreiche 4K-Videos entstehen sollen.
In Full HD sind Zeitlupenaufnahmen mit bis zu 180 Bildern pro Sekunde möglich. Zusätzlich unterstützt die Kamera Vierkanal-Audio, verschiedene Farbprofile und eine Cinematic-Ansicht im Seitenverhältnis 2,35:1. Für kleinere Videoproduktionen, Vlogs oder Reisevideos könnte die R8 Mark II damit deutlich interessanter werden als ihr Vorgänger.
Kompakt und trotz IBIS leicht
Trotz der zusätzlichen Stabilisierung bleibt die EOS R8 Mark II vergleichsweise kompakt. Canon gibt Abmessungen von rund 131,4 × 90 × 79,7 Millimetern an. Mit Akku und Speicherkarte wiegt die Kamera etwa 546 Gramm. Damit ist sie nach Herstellerangaben die leichteste EOS-Vollformatkamera mit integriertem Bildstabilisator. Das macht sie vor allem für Reisen interessant. Wer mehrere Objektive mitführt, spart beim Kameragehäuse Gewicht und Platz.
Das Design wurde ebenfalls überarbeitet. Canon kombiniert eine moderne Form mit Designelementen früherer Canon-Kameras. Im Vergleich zur ersten R8 fällt der Griff etwas ausgeprägter aus, und durch den neuen Joystick ist die Bedienung stärker auf ambitionierte Nutzer ausgerichtet.
WLAN, Bluetooth und USB-C
Zur Ausstattung gehören WLAN und Bluetooth für die drahtlose Übertragung von Bildern sowie zur Fernsteuerung über ein Smartphone. Auch automatische Sicherungen über Canons Dienst image.canon werden unterstützt. Über USB-C lässt sich die Kamera laden und für Livestreams einsetzen.
Canon legt allerdings kein USB-C-Ladegerät bei. Wer noch kein passendes Netzteil besitzt, benötigt daher zusätzliches Zubehör. Die Kamera verwendet weiterhin SD-Speicherkarten. Für hohe Serienbildraten und Videoaufnahmen empfiehlt sich eine schnelle UHS-II-Karte.
Preis und Verfügbarkeit in Deutschland
Canon bietet die EOS R8 Mark II in Deutschland bereits zur Vorbestellung an. Das reine Kameragehäuse kostet 1.799 Euro. Canon nennt als voraussichtliches Versanddatum den 20. Oktober 2026.
Ein Kit mit dem RF 24–105 mm F4–7.1 IS STM kostet 2.199 Euro. Auch dieses Paket soll voraussichtlich ab dem 20. Oktober ausgeliefert werden. Damit positioniert Canon die Kamera oberhalb der bisherigen EOS R8, die weiterhin angeboten wird.
Passendes Zubehör für die EOS R8 Mark II

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Wer bereits eine Canon-Systemkamera besitzt, kann außerdem prüfen, ob vorhandene RF-Objektive weiterverwendet werden können. Besitzer älterer EF-Objektive benötigen hingegen einen passenden EF-EOS-R-Adapter.
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Fazit: Die EOS R8 Mark II schließt die wichtigste Lücke
Canon verändert bei der EOS R8 Mark II nicht alles. Der 24,2-Megapixel-Vollformatsensor und die hohe Serienbildgeschwindigkeit bleiben zentrale Bestandteile des Konzepts. Die entscheidende Neuerung ist jedoch der integrierte Bildstabilisator. Gerade für Reise-, Available-Light- und Videoaufnahmen beseitigt Canon damit einen der größten Nachteile der ursprünglichen EOS R8.
Hinzu kommen ein verbesserter Autofokus, Voraufnahme, ein eigener AF-Joystick und erweiterte Videofunktionen. Gleichzeitig bleibt die Kamera mit rund 546 Gramm erstaunlich leicht. Mit 1.799 Euro ist die EOS R8 Mark II allerdings kein günstiges Einstiegsmodell. Wer bereits eine EOS R8 besitzt, muss deshalb abwägen, ob IBIS und die weiteren Verbesserungen den Wechsel rechtfertigen. Für Neueinsteiger ins Canon-Vollformatsystem ist die Mark II dagegen deutlich vollständiger ausgestattet als ihre Vorgängerin.
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Quelle: Canon





