Schmuck aus 3D-Druck: Ganz neue Designs und Formen

(c) www.stefanjoham.com
3D Schmuck von Marie Boltenstern (c) www.stefanjoham.com

Schmuck kommt neuerdings aus dem Drucker. Das 3D-Verfahren ermöglicht ganz neue Designs. Marie Boltenstern, Architektin und 3D Spezialistin, hat eine Affinität für Mathematik und komplexes, computerbasiertes Design und verbindet diese mit den langjährigen Erfahrungen der Goldschmiede in der hauseigenen Werkstatt zu exklusiven Schmuck-Kreationen aus dem 3D-Drucker.

Als eines der ersten Unternehmen weltweit hat sich Boltenstern auf die Herstellung neuartiger Schmuck-Kreationen mittels 3D-Druck spezialisiert. Der Vorteil des 3D-Drucks liegt auf der Hand: Es sind weitaus filigranere Kreationen herstellbar, als dies von Hand möglich wäre. „Mittels 3D-Drucker lassen sich Formen herstellen, die mit der Hand gar nicht bzw. nur mit enorm hohem Aufwand realisierbar wären“, weiß Marie Boltenstern. Die Skeptiker können sich in Online-Videos ein Bild machen, wie aus 18-Karat-Gold-Pulver ein schmuckes Armand entstehen kann.

Marie Boltenstern spezialisiert sich seit 2010 auf die Realisierung komplexer Formen durch algorithmische und computernumerische Entwurfs- und Fabrikationsmethoden. Ihr Diplom in Architektur, sowie ein Master in ‚Emergent Technologies’ von der Architectural Association in London und Arbeitserfahrung im Bereich des Ingenieurwesens verschafften ihr das Know-How.

Schmuckhandwerk 2.0

Gefertigt werden die Schmuckstücke der Pionierin in Sachen 3D-Druck mit einem Edelmetall 3D-Drucker, dem Precious M080, entwickelt von „CooksonGold“ und EOS. Die Stücke werden Schicht für Schicht aus einem Pulver aus Gold, Silber oder Platin mit einem feinen Laser zusammengeschmolzen. Die Qualität der Stücke gleicht der von gegossenen Stücken. Eine exklusive Kooperation mit den Maschinenherstellern erlaubt Boltenstern bestmögliche und schnelle Entwicklung neuer Designs. Ist das algorithmische Design-Setup für ein bestimmtes Stück geschaffen, so ist es dem Drucker egal ob er 1.000 unterschiedliche oder 1.000 gleiche Stücke druckt. So lassen sich Serien von Einzelstücken noch nie dagewesener Komplexität generieren. Allerdings liegt der Preis des 3D-Druckers, der in Großbritannien steht, bei 200.000 Euro.

Angesichts solcher Preise ist Schmuck im 3-D-Druck-Verfahren häufig noch nicht konkurrenzfähig. Eine gehobene Klientel wird sich ein Armreif aus Silber ab etwa 1.200 Euro oder entsprechend kostspieliger in Gold aber leisten können. Etwa 20 Druckerstunden benötigt ein Goldarmband. Für Einsteiger gibt es Polyamid-Schmuck aus dem 3D-Drucker ab etwa 150 Euro.

Exklusiver Kundenkreis

Die Idee zur Arbeit mit dem speziellen 3D Drucker entstand aus langer Familienvorgeschichte: Vor eineinhalb Jahren übernahm Marie Boltenstern das vom Vater gegründete Familienunternehmen, welches für Luxusschmuck und extravagantes Design bekannt ist. Das Familienunternehmen und die Werkstatt wurden 1964 von Künstler und Goldschmied Sven Boltenstern in Wien gegründet. Persönlichkeiten wie Sean Connery, Caroline de Monaco oder Amyn Aga Khan zählten zu den Freunden und Kunden der Marke. Boltenstern war seit jeher bekannt für extravagantes Design, glamouröse Ausstellungen, internationales Klientel und feinste Wiener Handwerkstradition.

Atelier Boltenstern: So entsteht Schmuck aus 3D-Druck

https://www.youtube.com/watch?v=SXlQHGpy2Rs

Share on facebook
Facebook
Share on pinterest
Pinterest
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email
Share on facebook
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Weitere interessante Beiträge zum Thema

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beitrags-Navigation

Verpasse keine Neuheiten & Trends!