Hybridflugzeug von Airbus soll 2022 in die Luft stechen

Abgesehen von den drei zusätzlichen Propellern auf jedem Flügel, ist das Hybridflugzeug kaum von einem herkömmlichen Flieger zu unterscheiden. Quelle: airbus.com

Alternative Treibstoffe und neue Lösungen im Bereich des nachhaltigen Verkehrsmanagements betreffen insbesondere die Luftfahrt, welche große Auswirkungen auf die CO-2-Bilanz hat. Nachdem viele Entwicklungsprojekte im Bereich von Wasserstoff als Antriebsstoff unternommen werden, hat Airbus nun angekündigt, dass die Hybridtechnologie für Flugzeuge einen großen Schritt nach vorne gekommen ist. EcoPulse, ein Hybridsystem von Airbus, Daher und Safran, soll noch in diesem Jahr den Erstflug absolvieren.

Eigenentwickelte Batterie mit 350 kW Leistung

Vorwiegend in die Form & strukturelle Anordnung der einzelnen Batteriezellen, ist viel Entwicklung geflossen. Quelle: airbus.com

Im Juni 2021 hat Airbus den Windtunnel-Test des EcoPulse-Systems erfolgreich absolviert. Im jetzigen Kalenderjahr erfolgt der Zusammenbau des Demo-Fliegers, welcher den Erstflug ebenfalls 2022 feiern soll.

Die Batterie selbst ist etwa 2,3 m lang, 75 cm breit und 20 cm tief. Sie ist unter dem Rumpf angebracht und in eine verstärkte aerodynamische Verkleidung integriert. Sie ist dabei eine der beiden Stromquellen des Demo-Fliegers, die andere ist eine „e-Auxiliary Power Unit“ (e-APU) von Safran. Dabei leistet die Batterie des EcoPulse-Systems bis zu 350 Kilowatt Leistung und erzeugt bis zu 800 Volt Gleichstrom. Beeindruckende Werte, insbesondere, wenn das Eigengewicht von nur 350 Kilogramm betrachtet wird.

Innovation mit Zukunftspotential

 

Neben dem Bau des Prototyps werden auch mehrere Musterbatterien in Toulouse nach strengen Luftfahrtnormen getestet. Bei diesen Tests werden die Leistung sowie die Umwelt- und Sicherheitsmerkmale bewertet, um sicherzustellen, dass die Batterien bei den Testflügen auch garantiert funktionieren.

Durch das Verständnis des Verhaltens von Hochspannungsbatterien dank dieser Tests, wird Airbus wichtige Kompetenzen für die Anwendung von Mikro-Hybridisierungsarchitekturen in zukünftigen Flugzeugen entwickeln, beispielsweise zur Optimierung des Strom-/Energiemanagements von Nicht-Antriebsfunktionen wie Klimaanlagen, Autopilot und Flugsteuerung.

Von Airbus selbst heißt es, dass die Hybridisierung dank Batterien ein wichtiger Baustein für die globale Strategie sei. Klares Ziel des multinationalen Unternehmens ist die Dekarbonisierung. Neben dem Hybrid-Konzept sieht Airbus auch Wasserstoff-Technologie, diverse Flügelanordnungen und Optimierungen der Flugsteuerung, als Werkzeug, um die Flieger der Zukunft mit einer besseren CO-2-Bilanz auszustatten.

Quelle: airbus.com

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