E1 – Die erste elektrische Speedboot Rennserie der Welt

Die E1 soll eine Formel E auf dem Wasser sein. (Bild: E1 Series)

E1 ist die weltweit erste elektrische Motorboot Rennserie. 12 Teams sollen sich rund um die Welt mit elektrischen Speedboats duellieren und dabei auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam machen. Gegründet wurde die Serie von Formel E Gründer Alejandro Agag.

Von der Formel E und Extreme E bis zur E1

Elektrisch betriebene Autos sind die nahe Zukunft der Automobilindustrie und für alle Marktteilnehmer im Bereich der Mobilität. Diese Entwicklung gilt nicht nur für den Alltag, wo E-Autos immer häufiger gekauft werden, sondern auch für den professionellen Rennsport. Seit 2014 gibt es die erste Meisterschaft mit elektrisch betriebenen Formel Autos – die Formel E. Von Alejandro Agag gegründet, wurde die elektrische Rennserie anfangs belächelt und hat sich Schritt für Schritt zu einer ernstzunehmenden Rennserie mit Weltklasse Fahrern und Herstellern wie Porsche, Mercedes und BMW entwickelt. Selbst eine Rennserie mit elektrischen Flugzeugen wird demnächst durchgeführt.  Steigende Zuschauerzahlen und eine klar positive Tendenz gegenüber elektrischen Rennserien haben den Formel E Gründer Agag dazu verleitet weitere E-Rennserien zu starten. Die Extreme E Rennserie soll 2021 starten und mit elektrischen SUV’s in Gegenden fahren die vom Klimawandel besonders betroffen sind, um die Aufmerksamkeit auf diese Problematik zu lenken. Dabei soll in Regenwäldern, auf Eis und in der Wüste gefahren werden. Sogar Formel 1 Weltmeister Lewis Hamilton beteiligt sich mit einem eigenen Rennteam. Nun soll eine weitere elektrische Rennserie von Agag die Zuschauer begeistern. Mit der E1 startet die erste elektrische Motorboot Rennserie weltweit.

12 Teams fahren Einheitsboote, die bis zu 69 km/h schnell sind

So sieht ein erster grober Entwurf des elektrischen Speedbootes von RaceBirds aus. (Bild: E1 Series)

Wie bei allen elektrischen Rennserien wird es auch bei der E1 auf die Mischung aus Speed und Effizienz ankommen. Im Training und Qualifying sollen die Teams und Fahrer unlimitierte Energie zur Verfügung haben, im Rennen müssen diese dann aber den Energieverbrauch effizient gestalten, da die Batterie hier nicht mehr aufgeladen werden darf. Die Einsitzer Speedboote werden von SeaBird Technologies entwickelt und verfügen alle über Tragflügel und einen elektrischen Antrieb. Jedes der 12 angedachten Teams soll zwei Speedboote besitzen, wobei eines davon dauerhaft in Europa stationiert sein soll. Die Boote sollen Geschwindigkeiten von bis zu 60 Knoten bzw. 69 km/h erreichen.

Kooperation zwischen Extreme E und E1

Sinnvollerweise soll die E1 Rennserie mit der Extreme E Serie kombiniert werden und sofern möglich in denselben Gebieten ausgetragen werden. Derzeit gibt es noch kein Startdatum, der von der Extreme E angepeilte Start im Januar in Senegal dürfte sich aber voraussichtlich nicht ausgehen. Es darf sowieso bezweifelt werden, ob die Extreme E aufgrund der Corona-Pandemie wie geplant stattfinden kann. Die E1 hat zumindest schon die Genehmigung der UIM, der FIA der Motorboote, bekommen.

Die Formel E auf dem Wasser im Video:

Quelle:

E1 Series

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