Astronauten können mit eigenem Urin Mondstationen aus dem 3D-Drucker bauen

Astronauten können in Zukunft mithilfe von Urin und 3D-Druck Mondbasen errichten.

Forscher haben entdeckt, dass man aus Urin in Kombination mit Wasser und Regolith per 3D-Druck eine widerstandsfähige Masse herstellen kann. Dies ist speziell für das Errichten von Mondstationen eine besonders wertvolle Entdeckung.

Besiedelung von fremden Planeten nur mit innovativer Materialnutzung möglich

Seit vielen Jahren erforschen die Menschen weltweit die Planeten im Sonnensystem und speziell unsere Nachbarplaneten. Der Mond und Mars sind die Planeten, welchen die meiste Aufmerksamkeit zukommt. Die Besiedelung dieser Planeten war früher nur in Science Fiction Filmen vorstellbar, heute existieren konkrete Pläne für dieses Szenario. Obwohl mit der modernen Raumfahrttechnik schon vieles möglich ist, gibt es noch große Probleme, die der Besiedelung fremder Planeten im Weg stehen. Mit das größte Probleme sind die fehlenden Ressourcen auf den Planeten. Um eine Basis oder ein Haus auf dem Mond zu bauen, fehlen die auf der Erde vorhandenen Materialien. Diese könnten zwar per Raumschiff transportiert werden, diese Methode ist allerdings zu langsam und wenig effizient.

Mondbasis per 3D-Druck errichten

So sieht die hergestellte Masse aus Urin, Wasser und Regolith aus. (Bild: Journal of Cleaner Production)

Forscher haben daher die aufstrebende Technologie des 3D-Drucks in das Auge gefasst. Mittels 3D-Druck kann mittlerweile fast alles hergestellt werden, jedoch benötigt man auch hierfür Material, welches beispielsweise auf dem Mond nicht vorhanden ist. Deshalb forschen Wissenschaftler derzeit weltweit an innovativen Lösungen, um geeignete Materialien zu finden. Nun ist man auf eine außergewöhnliche Idee gekommen, welche äußerst vielversprechend getestet werden konnte. Forscher haben Urin in Verbindung mit Regolith und Wasser als mögliches Material für 3D-Drucker für sich entdeckt.

Feste Masse aus Urin, Wasser und Gesteinsschicht

Die Masse hält auch hohen Gewichten stand. (Bild: Journal of Cleaner Production)

Der im Urin enthaltene Harnstoff stellte sich als idealer Weichmacher heraus. Dies wird benötigt, um die Gesteinsmaße besser formen zu können. Erste Tests zeigten, dass diese Masse widerstandsfähig ist, selbst wenn hohes Gewicht auf ihr lastet. Da jeder Mensch Urin praktisch immer und unendlich zur Verfügung hat, eignet sich dieses perfekt als Material für den 3D-Drucker. Regolith und Wasser (in Form von Eis) sind auf dem Mond und Mars bereits vorhanden und müssen nicht von der Erde exportiert werden. Der nächste Schritt für die Forscher ist den besten und einfachsten Weg zu finden, den Harnstoff aus dem Urin zu filtern. Diese Entdeckung könnte eine riesige Kostenersparnis für die zukünftige Besiedelung fremder Planeten mit sich bringen.

Quelle:

Journal of Cleaner Production

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