Forscher aus Harvard entwickeln einen Kraken-Roboterarm

Wissenschaftler haben einen Robotertentakel gebaut um Gegenstände greifen zu können. (Bild: Harvard)

Wissenschaftler der Harvard Universität haben eine Roboterhand entwickelt, welche wie ein Tentakel eines Tintenfischs funktioniert. Dieser kann Gegenstände greifen, bewegen und quetschen. 

Roboter werden hauptsächlich Menschen nachempfunden

Bei der Forschung und Entwicklung von Robotern orientiert sich die Wissenschaft hauptsächlich am menschlichen Vorbild. Aus diesem Grund werden Roboterärzte oder Roboterköche entwickelt. Obwohl Menschen die Hauptinspiration für moderne Roboter sind, werden auch andere Vorbilder herangezogen. Manche Forscher lassen sich dabei von der Tierwelt inspirieren. So auch die Forscher der Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences (SEAS) und der Beihang Universität. Diese haben einen Roboterarm entwickelt, der sich an einem Kraken orientiert.

Saugfähigkeit und Beweglichkeit der Tentakeln für die Entwicklung des Roboters verwendet

Der Oktopus ist ein spannendes Lebewesen, wobei speziell die Tentakeln für die Wissenschaft interessant sind. Diese haben so viele Neuronen, dass quasi jeder Tentakel einen eigenen Willen und ein eigenes Gehirn haben. Die Tentakeln sind äußerst beweglich und haben dank der Saugnäpfe einen guten Griff. Während bisher Wissenschaftler sich nur auf eine der beiden Eigenschaften fokussierten haben die Harvard Forscher sich beide genauer angeschaut und zur Entwicklung des Roboters verwendet.

Robotertentakel kann fast jeden Gegenstand greifen und festhalten

Der Roboterarm ist mit einem blauen Tentakel ausgestattet, der Gegenstände sanft umschlingen und festmachen kann. Der Robotertentakel ist dabei zwar dem originalen Vorbild nachempfunden, ist aber deutlich vereinfacht. Der Arm nutzt zwei Ventile, eines um den Arm zu bewegen, das andere um die Saugnäpfe zu aktivieren. Da der Tentakel ein Vakuum ist, kann durch eine Veränderung des Drucks nahezu alle Gegenstände umschlingen und greifen. Noch wird der Roboterarm von einem Menschen bedient, mit weiterer Forschung könnte dieser Schritt ebenfalls automatisiert werden.

Der Oktopus-Roboterarm im Video:

Quelle:

Harvard

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