Neue News App soll zeigen, dass personalisierte Angebote und Datenschutz miteinander funktionieren können

Canopy setzt sich für mehr Datenschutz im Internet ein

Das Tech-Start-up Canopy entwickelte ein System, mit welchem Apps ihren Kunden individualisierte Services anbieten können, ohne dabei deren Daten zu sammeln.

Sind Datenschutz und Individualisierung natürliche Feinde?

Von Datenschutz kann heute eigentlich nur noch geträumt werden. Bei nahezu jeder App und jedem Website Besuch werden unsere Daten gesammelt, dies ist nahezu alternativlos. Das Geschäft mit den Nutzer Daten boomt, schließlich werden diese von Unternehmen an andere Unternehmen verkauft, um dann gezielte und individuelle Werbungen bzw. Affiliates platzieren zu können. Dennoch kann man sich die Frage stellen, ob individualisierte Vorschläge und Angebote nicht auch ohne die Bereitstellung sämtlicher persönlicher Daten funktionieren kann. Das Start-up Canopy arbeitet derzeit daran, eine Lösung für dieses Problem zu erarbeiten.

Individualisierte Nachrichten ohne persönliche Daten angeben zu müssen

Individualisierung muss Datenschutz nicht ausschließen

Canopy hat eine Software entwickelt, die es Unternehmen ermöglicht personalisierte Inhalte zur Verfügung zu stellen, ohne dabei die Privatsphäre des Nutzers zu verletzen. Das Start-up brachte kürzlich das App Tonic auf den Markt, um die Funktionalität der Software zu demonstrieren. Tonic ist ein Nachrichten App, das dem Nutzer zu Beginn einige Artikel vorschlägt. Der Nutzer wählt dann alle relevanten Artikel aus und erhält dann am nächsten Tag Vorschläge basierend auf den angegebenen Präferenzen. Diese Idee ist nicht sonderlich neu, das einzigartige dabei ist, dass der Nutzer keine persönlichen Daten wie Alter, Geschlecht, Mailadresse usw. angeben muss. Am Beispiel Youtube erklärt, würde dies bedeuten, dass weder Youtube noch Canopy deine persönlichen Daten hat, aber dennoch personalisierte Playlists und Videos angezeigt werden.

Differentiale Privatsphäre noch in weiter Ferne

Das dahinter liegende System nennt sich Differentiale Privatsphäre, ist aber noch in den Kinderschuhen. Das Problem dieses Systems ist, dass es nicht für alle Apps Sinn ergibt. Probleme tauchen beim Senden von Mails und Fotos auf. Außerdem ist das Sammeln der Daten für viele Unternehmen ein Geschäftsmodel, das sie nicht freiwillig aufgeben werden. Ob sich die Differentiale Privatsphäre durchsetzen wird, hängt stark von der Entwicklung der Gesetzgebung ab. Start-ups wie Canopy geben jedenfalls die richtige Richtung für die Zukunft vor.

Quelle:

wwww.gizmodo.com

Share on facebook
Facebook
Share on pinterest
Pinterest
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email
Share on facebook
Share on pinterest
Share on whatsapp
Share on email

Weitere interessante Beiträge zum Thema

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Beitrags-Navigation

Verpasse keine Neuheiten & Trends!