DJI Neo 2: Was kann die kompakte 4K-Drohne mit Gestensteuerung?

Eine Drohne, die automatisch von der Handfläche startet, ihrem Besitzer beim Radfahren folgt und sich mit einfachen Gesten steuern lässt: Genau dieses Konzept verfolgt DJI mit der DJI Neo 2. Die kompakte Kameradrohne wiegt lediglich 151 Gramm und soll hochwertige Luftaufnahmen ermöglichen, ohne dass dafür umfangreiche Flugerfahrung notwendig ist.

Gegenüber dem Vorgängermodell hat DJI zahlreiche Verbesserungen vorgenommen. Dazu zählen eine leistungsfähigere 4K-Kamera, eine automatische Hinderniserkennung und zusätzliche Aufnahmemodi. Doch wie gut ist die Ausstattung und für wen lohnt sich die Anschaffung?

DJI Neo 2: Kompakte Drohne für Reisen und Freizeit

Mit einem Gewicht von nur 151 Gramm gehört die DJI Neo 2 zu den besonders leichten Kameradrohnen. Das kompakte Gehäuse lässt sich problemlos in einem Rucksack verstauen und eignet sich damit für Reisen, Wanderungen oder Familienausflüge. Auffällig ist der integrierte Rundumschutz für die Propeller. Dieser soll das Risiko von Beschädigungen und Verletzungen reduzieren, wenn die Drohne versehentlich mit einem Hindernis in Berührung kommt.

Anders als viele klassische Kameradrohnen benötigt die Neo 2 für einfache Aufnahmen keine separate Fernsteuerung. Stattdessen kann sie direkt von der Handfläche starten und nach der Aufnahme wieder darauf landen. Das macht sie vor allem für Menschen interessant, die spontan kurze Videos aufnehmen möchten.

4K-Kamera mit 60 Bildern pro Sekunde

Eine der wichtigsten Verbesserungen gegenüber der ursprünglichen DJI Neo betrifft die Kamera. Die DJI Neo 2 verwendet einen 1/2-Zoll-CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 12 Megapixeln. Videos können in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden. Damit bietet die Drohne eine höhere Bildrate als ihr Vorgänger, der maximal 4K mit 30 Bildern pro Sekunde unterstützt.

Zusätzlich ermöglicht die Neo 2 Zeitlupenaufnahmen in 4K mit bis zu 100 Bildern pro Sekunde. Für Inhalte auf Instagram, TikTok oder YouTube Shorts steht außerdem ein vertikales Videoformat mit 2,7K-Auflösung zur Verfügung. Ein mechanischer 2-Achsen-Gimbal stabilisiert die Kamera und soll unerwünschte Bewegungen während des Flugs reduzieren. Gerade bei Aufnahmen in Bewegung ist diese Stabilisierung wichtig. Wer beispielsweise beim Wandern gefilmt wird, möchte schließlich möglichst ruhige Videos erhalten.

Gestensteuerung: Drohne ohne Fernbedienung bedienen

Besonders interessant ist die neue Gestensteuerung der DJI Neo 2. Statt sämtliche Flugbewegungen über eine Fernsteuerung auszuführen, können bestimmte Aktionen mit Handbewegungen ausgelöst werden. So lässt sich die Position der Drohne verändern, ohne dass ein Smartphone bedient werden muss.

Auch die Rückkehr zur Handfläche wird unterstützt. Dadurch eignet sich das Gerät für Situationen, in denen beide Hände möglichst frei bleiben sollen. Allerdings funktioniert die Gestensteuerung nur unter bestimmten Bedingungen. DJI empfiehlt unter anderem ausreichende Beleuchtung und eine geeignete Entfernung zwischen Person und Drohne. Bei komplexeren Flugmanövern bleibt eine klassische Fernsteuerung die flexiblere Lösung.

ActiveTrack: Die DJI Neo 2 folgt automatisch

Wer beim Radfahren, Joggen oder Wandern Videos aufnehmen möchte, dürfte sich besonders für die ActiveTrack-Funktion interessieren. Dabei erkennt die Drohne eine Person und versucht, diese automatisch im Bild zu halten. Der Nutzer muss die Kamera nicht ständig selbst ausrichten.

Laut DJI unterstützt die Neo 2 eine Tracking-Geschwindigkeit von bis zu 12 Metern pro Sekunde. Das entspricht etwa 43 Kilometern pro Stunde. Neu ist außerdem eine spezielle Funktion für die automatische Verfolgung beim Radfahren. Für abwechslungsreiche Aufnahmen stehen weitere intelligente Modi zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem SelfieShot, Dolly-Zoom, MasterShots und verschiedene QuickShots. Damit können auch unerfahrene Nutzer interessante Kamerabewegungen aufnehmen, ohne sämtliche Flugmanöver manuell durchführen zu müssen.

Hinderniserkennung mit LiDAR: Mehr Sicherheit beim Fliegen

Eine wichtige Neuerung ist die automatische Hinderniserkennung. Die DJI Neo 2 kombiniert mehrere Kamerasysteme mit einem nach vorne gerichteten LiDAR-Sensor und einem zusätzlichen Infrarotsensor. Dadurch kann die Drohne Hindernisse in verschiedene Richtungen erkennen und unter geeigneten Bedingungen ausweichen. Das ist besonders hilfreich, wenn sie einer Person automatisch folgt.

Dennoch bedeutet die Technik nicht, dass Zusammenstöße vollständig ausgeschlossen sind. Dünne Äste, Stromleitungen oder transparente Oberflächen können weiterhin problematisch sein. Auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen kann die Erkennung eingeschränkt funktionieren. Nutzer müssen deshalb jederzeit auf eine sichere Flugumgebung achten.

Technische Daten der DJI Neo 2

MerkmalDJI Neo 2
Gewicht151 Gramm
Kamera1/2-Zoll-CMOS-Sensor
Fotoauflösung12 Megapixel
Videoauflösung4K mit bis zu 60 fps
Zeitlupe4K mit bis zu 100 fps
Vertikale Videos2,7K
StabilisierungMechanischer 2-Achsen-Gimbal
FlugzeitBis zu 19 Minuten
Interner Speicher49 GB
HinderniserkennungRundum-Erkennung mit LiDAR-Unterstützung
GestensteuerungJa
Automatische VerfolgungActiveTrack
DrohnenklasseC0

Wie lange kann die DJI Neo 2 fliegen?

DJI gibt für die Neo 2 eine maximale Flugzeit von 19 Minuten an. Damit liegt sie leicht über den 18 Minuten des Vorgängermodells. Im praktischen Einsatz kann die Flugzeit allerdings kürzer ausfallen. Besonders starker Wind, häufige Richtungswechsel und anspruchsvolle Flugmanöver erhöhen den Energieverbrauch.

Für kurze Selfie-Videos oder einzelne Aufnahmen während einer Wanderung kann ein Akku ausreichen. Wer längere Aufnahmen plant, sollte dagegen zusätzliche Akkus einpacken. Hier bietet sich die Fly More Combo an. Sie enthält neben der Drohne weiteres Zubehör, darunter zusätzliche Akkus und eine Ladestation.

DJI Neo 2 oder DJI Neo: Was ist neu?

Die zweite Generation bringt verschiedene Verbesserungen mit, die einen Umstieg interessant machen können.

MerkmalDJI NeoDJI Neo 2
Gewicht135 g151 g
Maximale Videoauflösung4K/30 fps4K/60 fps
Gimbal1 Achse2 Achsen
Maximale Flugzeit18 Minuten19 Minuten
Interner Speicher22 GB49 GB
GestensteuerungNeinJa
Rundum-HinderniserkennungNeinJa
Maximale Tracking-Geschwindigkeit8 m/s12 m/s

Vor allem die verbesserte Kamerastabilisierung und die Hinderniserkennung sprechen für das neuere Modell. Wer seine bisherige DJI Neo lediglich gelegentlich für einfache Luftaufnahmen verwendet, muss allerdings nicht zwangsläufig wechseln.

DJI Neo 2: Welche Regeln gelten in Deutschland?

Obwohl die DJI Neo 2 weniger als 250 Gramm wiegt, gelten auch für sie gesetzliche Vorschriften. Die Drohne gehört zur europäischen Klasse C0. Für den Betrieb in der offenen Kategorie A1 ist kein EU-Drohnenführerschein erforderlich. Da sie jedoch eine Kamera besitzt, muss sich der Betreiber grundsätzlich registrieren und seine elektronische Betreiber-ID an der Drohne anbringen. Außerdem ist in Deutschland eine entsprechende Drohnen-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben.

Die maximale Flughöhe beträgt in der offenen Kategorie grundsätzlich 120 Meter über dem Gelände. Zusätzlich müssen die örtlichen Flugverbotszonen, Datenschutzbestimmungen und weiteren Flugregeln eingehalten werden. Gerade vor dem ersten Start sollten sich Käufer deshalb über die geltenden Vorschriften informieren.

Was kostet die DJI Neo 2?

Die unverbindliche Preisempfehlung für die DJI Neo 2 beträgt 239 Euro. Daneben bietet DJI verschiedene Zubehörpakete an. Die Fly More Combo richtet sich insbesondere an Nutzer, die längere Aufnahmen planen und dafür zusätzliche Akkus benötigen.

A Je nach Anbieter, Zubehör und aktuellen Aktionen können die Preise unterschiedlich ausfallen. Vor dem Kauf sollte deshalb genau geprüft werden, ob es sich um die einzelne Drohne oder ein Komplettpaket handelt.

Fazit: Lohnt sich die DJI Neo 2?

Mit der DJI Neo 2 ist dem Hersteller eine interessante Weiterentwicklung seiner kompakten Selfie-Drohne gelungen. Die Kombination aus 4K-Kamera, Gestensteuerung, automatischer Verfolgung und Hinderniserkennung macht das Modell insbesondere für Einsteiger und Content Creator interessant.

Auch das geringe Gewicht und der einfache Handflächenstart sprechen für die Drohne. Einschränkungen gibt es vor allem bei der Flugzeit. Mit maximal 19 Minuten pro Akku sind längere Aufnahmen nur mit Unterbrechungen oder zusätzlichen Akkus möglich. Wer hochwertige Luftaufnahmen aus größerer Entfernung erstellen möchte, dürfte außerdem mit einer größeren Kameradrohne besser beraten sein.

Für Reisevideos, Freizeitaufnahmen und spontane Selfie-Clips ist die DJI Neo 2 dagegen eine vielseitige und vergleichsweise unkomplizierte Lösung.

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Quelle: DJI

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