Beats 360 gestartet: Neue Over-Ear-Kopfhörer mit wechselbaren Polstern und ANC

Beats erweitert sein Kopfhörerangebot um ein neues Over-Ear-Modell für das Premiumsegment. Die Beats 360 wurden am 22. September 2026 offiziell vorgestellt und sind seit dem 24. September regulär erhältlich. In Deutschland liegt der Preis bei 349,95 Euro.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören austauschbare Ohr- und Kopfbügelpolster, ein verbesserter Schutz gegen Schweiß und Spritzwasser sowie eine überarbeitete aktive Geräuschunterdrückung. Gleichzeitig bleiben bekannte Funktionen wie Spatial Audio, Transparenzmodus und die enge Einbindung in das Apple-Ökosystem erhalten.

Austauschbare Polster als Besonderheit

Das auffälligste Merkmal der Beats 360 ist das modulare Polstersystem. Sowohl die Ohrpolster als auch das Polster am Kopfbügel können ausgetauscht werden. Standardmäßig liefert Beats den Kopfhörer mit sogenannten Performance-Knit-Polstern aus. Dabei handelt es sich um Memory-Schaumstoff mit einem atmungsaktiven Strickmaterial. Diese Variante richtet sich insbesondere an Nutzer, die den Kopfhörer beim Sport oder über längere Zeit tragen möchten.

Alternativ bietet Beats UltraPlush-Polster an. Sie bestehen aus einem weichen Kunstledermaterial und sollen vor allem auf hohen Komfort im Alltag, auf Reisen oder bei längeren Hörsessions ausgelegt sein.

Neben dem Material können Nutzer auch unterschiedliche Farben miteinander kombinieren. Performance Knit gibt es unter anderem in Schwarz, Cloud, Pink, Sky, Navy und Volt. UltraPlush startet zunächst in Schwarz und Cloud.

Das austauschbare System hat dabei nicht nur optische Vorteile. Nach längerer Nutzung oder einem schweißtreibenden Training können die Polster gewechselt und gereinigt werden, ohne dass der komplette Kopfhörer ersetzt werden muss.

IPX4-Schutz für sportliche Nutzung

Beats positioniert die 360 stärker als bisherige Over-Ear-Modelle auch für aktive Nutzer. Die Kopfhörer verfügen über eine IPX4-Zertifizierung und sind damit gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt. Für das Fitnessstudio, Laufband oder Training im Freien ist das ein praktischer Vorteil.

Wasserdicht sind die Beats 360 allerdings nicht. Schwimmen oder stärkerer Wasserkontakt sind daher nicht vorgesehen. Zudem kann der Schutz durch normalen Verschleiß mit der Zeit nachlassen. Für einen Over-Ear-Kopfhörer ist die IPX4-Zertifizierung dennoch erwähnenswert, da viele vergleichbare Modelle auf einen offiziellen Schutz gegen Feuchtigkeit verzichten.

Verbesserte aktive Geräuschunterdrückung

Auch beim Active Noise Cancelling hat Beats nachgebessert. Insgesamt kommen neun digitale MEMS-Mikrofone zum Einsatz. Acht davon werden für die aktive Geräuschunterdrückung genutzt. Beats gibt an, dass das neue ANC-System gegenüber den Beats Studio Pro eine deutlich stärkere kombinierte Geräuschreduzierung erreichen soll.

Das System passt sich laufend an die Umgebung und den Sitz der Kopfhörer an. Dadurch sollen beispielsweise Straßenlärm, Stimmen oder gleichmäßige Geräusche in Bahn und Flugzeug effektiver ausgeblendet werden.

Wer seine Umgebung bewusst wahrnehmen möchte, kann in den Transparenzmodus wechseln. Dieser nutzt die Mikrofone, um Außengeräusche gezielt durchzulassen. Sind ANC und Transparenzmodus deaktiviert, arbeitet Adaptive EQ. Die Klangwiedergabe wird dabei automatisch an den Sitz der Ohrpolster und die jeweilige Hörsituation angepasst.

Neue Akustikplattform und Spatial Audio

Beats hat auch die Lautsprechertechnik überarbeitet. Die Beats 360 verwenden speziell entwickelte Treiber mit dreischichtigen Membranen und jeweils zwei Neodym-Magneten. Damit soll der Klang präziser und gleichzeitig dynamisch bleiben.

Zum Funktionsumfang gehören außerdem Dolby Atmos und personalisiertes Spatial Audio mit dynamischem Head Tracking. Sensoren im Kopfhörer erfassen dabei Kopfbewegungen und passen die räumliche Klangdarstellung entsprechend an.

Für die Personalisierung von Spatial Audio wird ein kompatibles iPhone mit TrueDepth-Kamera benötigt. Nicht jeder Musik- oder Videoinhalt unterstützt jedoch räumliches Audio.

Bis zu 32 Stunden Akkulaufzeit

Bei aktiviertem Active Noise Cancelling nennt Beats eine Akkulaufzeit von bis zu 32 Stunden. Im Transparenzmodus reduziert sich die maximale Laufzeit auf ungefähr 24 Stunden. Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt unter anderem von Lautstärke, Verbindungsart und aktivierten Funktionen ab.

Geladen werden die Beats 360 über USB-C. Die bekannte Fast-Fuel-Funktion ist ebenfalls vorhanden. Bereits fünf Minuten Ladezeit sollen ausreichend Energie für bis zu eine Stunde Wiedergabe liefern. Ein Ladegerät gehört allerdings nicht zum Lieferumfang. Enthalten sind neben dem Kopfhörer die Performance-Knit-Polster, eine Transporttasche sowie die üblichen Unterlagen.

Apple- und Android-Funktionen

Obwohl Beats zu Apple gehört, funktionieren die Beats 360 auch mit Android-Geräten. Auf Apple-Geräten stehen unter anderem One-Touch-Pairing, automatischer Gerätewechsel, „Hey Siri“, Audio Sharing und Find My zur Verfügung.

Android-Nutzer können beispielsweise Google Fast Pair, Audio Switch und Googles Find Hub verwenden. Die Verbindung erfolgt über Bluetooth 5.3. Gesteuert werden die Kopfhörer weiterhin über physische Tasten an den Ohrmuscheln.

Auf der rechten Seite sitzen die Lautstärkeregler und eine Taste für Wiedergabe und Pause. Links befinden sich Ein-/Ausschalter und die Steuerung für ANC beziehungsweise Transparenzmodus.

Gewicht und Transport

Die Beats 360 wiegen 294,5 Gramm. Damit sind sie nicht besonders leicht, liegen aber im typischen Bereich größerer Premium-Over-Ear-Kopfhörer. Für längere Hörsessions dürfte deshalb vor allem entscheidend sein, wie sich Kopfbügel und Ohrpolster verteilen.

Die Ohrmuscheln lassen sich um 90 Grad drehen. Dadurch können die Kopfhörer flach in der mitgelieferten Transporttasche verstaut werden. Ein komplett faltbares Design bietet Beats dagegen nicht.

Preis und Verfügbarkeit

Die Beats 360 kosten in Deutschland offiziell 349,95 Euro und sind seit dem 24. September 2026 erhältlich.

Zum Start gibt es vier Farbvarianten:

  • Schwarz
  • Cloud
  • Pink
  • Sky

Jede Variante wird mit farblich passenden Performance-Knit-Polstern ausgeliefert. Zusätzliche Cushion Kits mit anderen Farben oder Materialien können separat erworben werden.

Mit einem Preis von knapp 350 Euro positionieren sich die Beats 360 klar im Premiumsegment. Sie konkurrieren damit mit hochwertigen ANC-Kopfhörern anderer etablierter Hersteller.

Fazit: Modularer Kopfhörer für Alltag und Sport

Die Beats 360 unterscheiden sich vor allem durch ihr austauschbares Polstersystem von klassischen Over-Ear-Kopfhörern.

Der Ansatz ist interessant, weil die Polster nicht nur das Design verändern, sondern auch den Einsatzzweck beeinflussen können. Atmungsaktive Performance-Knit-Polster eignen sich eher für sportliche Nutzung, während UltraPlush stärker auf Komfort ausgelegt ist. Hinzu kommen IPX4-Schutz, verbessertes Active Noise Cancelling, Spatial Audio und bis zu 32 Stunden Akkulaufzeit.

Mit 349,95 Euro sind die Beats 360 allerdings klar kein günstiger Kopfhörer. Wer hauptsächlich Wert auf ANC und guten Klang legt, findet zahlreiche Alternativen. Wer dagegen ein flexibel anpassbares Over-Ear-Modell sucht, das ausdrücklich auch für Sport und aktive Nutzung gedacht ist, bekommt mit den Beats 360 ein ungewöhnliches neues Konzept.

Mittlerweile kann man die Beats 360 in Deutschland kaufen.

Quelle und Bilder: Beatsbydre

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