Selbstlernender humanoider Roboter als hilfreicher Kollege

ARMAR 6: Selbstlernender humanoider Roboter. (Foto: KIT)
ARMAR 6: Selbstlernender humanoider Roboter. (Foto: KIT)

Einen humanoiden Roboter, der direkt mit seinen menschlichen Kollegen zusammenarbeiten kann, zeigen das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie bei ihrem gemeinsamen CEBIT-Auftritt im Juni in Hannover.

Einen Assistenz-Roboter, der sich den Gebrauch von Werkzeugen bei seinen menschlichen Kollegen abschauen kann, zeigen das Karlsruher Institut für Technologie und das Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie vom 12. bis 15. Juni auf der CEBIT in Hannover.

Dass Roboter in Fabrik- und Lagerhallen eingesetzt werden, ist Alltag. Sie erfüllen dort vielfältige Aufgaben wie Kommissionieren, Schweißen oder Montieren. Doch sind sie meist auf eine ganz spezifische Aufgabe spezialisiert und arbeiten durch Käfige oder Absperrungen getrennt vom Menschen. ARMAR-6 hingegen kann direkt mit seinen menschlichen Kollegen zusammenarbeiten. Das jüngste Mitglied der am KIT beheimateten Familie humanoider Roboter ist dazu nicht auf eine bestimmte Betätigung festgelegt, sondern kann durch Beobachtung des Menschen zum Beispiel den Gebrauch neuer Werkzeuge wie ein Lehrling selbst am Arbeitsplatz erlernen.

Aufmerksamer Assistent

Mit seinen menschlichen Gliedmaßen ähnelnden Armen kann ARMAR-6 dem Kollegen mit Hammer oder Bohrmaschine buchstäblich zur Hand gehen, ihnen die Gerätschaften anreichen oder sonst wie assistieren. Das funktioniert nicht nur mit wenigen vorprogrammierten Arbeitsgeräten, denn dank seiner künstlichen Intelligenz ist der Robo-Helfer in der Lage, seine Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern, durch Beobachtung, sprachliche Anweisung oder aus eigener Erfahrung. So kann er ohne zusätzlichen Programmieraufwand in unterschiedlichsten Umgebungen eingesetzt werden und Menschen bei schwierigen oder stark belastenden Arbeiten unterstützen.

Mit 5 Kameras im Kopf

In seiner Umgebung zurecht findet sich die am Institut für Anthropomatik und Robotik des KIT entwickelte Nummer 6 der ARMAR-Reihe mittels 5 Kameras im Kopf und Lasersensoren in seiner mobilen Plattform. Drehmomentsensoren in den Armgelenken sorgen dafür, dass er seine Kraft, die es ihm ermöglicht, selbst mit ausgestrecktem Arm ein Gewicht von über 10 Kilogramm anzuheben, so feinfühlig und sicher einsetzt, dass er gefahrlos mit Menschen zusammenarbeiten kann. Als echter Assistent kann ARMAR-6 erkennen, wann ein Mensch Hilfe benötigt und diese proaktiv anbieten.

Video: Humanoider Roboter ARMAR-6

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