Gamer verbessern Microsofts Flight Simulator mit Google Maps Daten

Fans des Flugsimulators von Microsoft ersetzen die Bing Datenbank teilweise mit Google Maps Daten. (Bild: Flight Simulator 2020)

Die Community bessert derzeit grafische Fehler des Flight Simulator 2020 eigenständig aus. Dieser Prozess dürfte Microsoft nicht gefallen, schließlich verwenden die User dafür Google Maps. Eigentlich wollte Microsoft mit dem Flugsimulator die eigene Plattform Bing promoten, schließlich ist der Simulator mit Bing Daten gefüttert.

Flight Simulator 2020 großartiges Spiel mit kleineren Fehlern

Fans von Flugsimulatoren haben sehnsüchtig auf den Flight Simulator 2020 von Microsoft gewartet. Hobby-Piloten und Fans von Simulatoren freuten sich auf den wohl besten und komplexesten Flugsimulator in der Gaming-Geschichte. Der Hype und die Erwartungen um das Spiel waren groß und deshalb ist es wenig verwunderlich, dass es auch Enttäuschungen und Verbesserungsvorschläge gibt. Ein solches Spiel, das Flughäfen und Landschaften realitätsgetreu abbilden möchte, muss Unmengen an Daten beinhalten und kann auch zu Fehlern und Unvollständigkeiten neigen.  Fehlende oder verzerrte Gebäude und Landstriche sorgen für Kritik bei der Community und diese versuchen nun die Probleme selbst zu beheben. Soweit so gut – oder doch nicht?

Community ersetzt Bing mit Google Maps

Grundsätzlich ist es das Beste, was einem Spieleentwickler passieren kann, wenn er auf eine aktive Community zurückgreifen kann, die Patches und Updates eigenständig in das Spiel einbringen. Die Flight Simulator Community bügelt zurzeit grafische Ungereimtheiten sowie Bugs aus, doch das Problem dabei ist, dass sie es mittels Google Maps machen. Der Flight Simulator 2020 sollte den hauseigenen Suchdienst Bing von Microsoft und dessen Karten bewerben. Doch scheinbar gibt es große Qualitätsunterschiede zwischen Bing und Google Maps.

Google Maps überzeugt mit besserer Photogrammetrie

Hier sieht man den Qualitätsunterschied zwischen Bing (links) und Google (rechts). (Quelle: Reddit)
Hier sieht man den Qualitätsunterschied zwischen Bing (links) und Google (rechts). (Quelle: Reddit)

Dabei geht es um Qualitätsunterschiede bei der Photogrammetrie, welche den Prozess beschreibt 3D Informationen aus einem Bild zu extrahieren. Bing soll dabei deutlich schlechter abschneiden sowohl bei der Bildtextur, als auch bei geometrischen Daten. Der Unterschied ist sogar derart krass, dass Spieler den komplizierten Prozess zur Erstellung eines Patches auf sich nehmen. Das Importieren der Google Maps Daten ist äußerst zeitaufwendig und muss mehrere Programme durchlaufen. Dennoch scheint es die User nicht davon abzuhalten Google Maps zu nutzen. Dies ist zwar ärgerlich für Microsoft, legt aber Schwächen von Bing schonungslos offen, welche für die Zukunft verbessert werden müssen.

Quelle:

techradar

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