Abseits von iOS & Android: PinePhone Pro mit Linux-Betriebssystem

Das PinePhone Pro soll eine Alternative zu den Betriebssystemen von Apple & Google darbieten. Quelle: pine64.org

Mit dem PinePhone Pro möchte Pin64 ein, mit Open-Source-Linux-Betriebssystem ausgestattetes, Smartphone auf den Markt bringen, welches eine bessere Hardware als der Vorgänger, das PinePhone, bietet. Vergleich mit den Platzhirschen von Apple, Samsung, Huawei und Co. ist die Lücke dennoch ziemlich groß. Nach der Ankündigung im Oktober des vergangenen Jahres wird das Gerät Ende des Monats in den USA ausgeliefert.

Hardware entspricht Einstiegslevel

 

Die Auswahl an passenden Komponenten ist für den Hersteller Pin64 in diesem Fall gar nicht so einfach, da die meisten großen Chiphersteller wie Qualcomm oder Samsung keine offenen Treiber oder Schaltpläne freigeben wollen. Diese werden aber benötigt, wenn das Gerät nach dem angestrebten Open-Source-Prinzip funktionieren soll.

Im PinePhone Pro ist daher die Wahl auf den eher unbekannteren Rockchip RK3399 als SoC gefallen, der über zwei Cortex-A72-CPUs und vier Cortex-A53-CPUs verfügt. Laut ersten Einschätzungen soll der Prozessor in etwa der Performance von Mittelklasse-SoCs von Qualcomm aus dem Jahr 2o16 entsprechen.

Auch die weiteren technischen Daten des Geräts sind eher im Bereich der Einstiegsklasse vorzufinden. Das Telefon hat ein 6-Zoll-LCD Bildschirm mit 1440 × 720 Pixeln (HD), 4 GB RAM, 128 GB eMMC-Speicher und einen 3.000-mAh-Akku. Es gibt einen USB-C-Anschluss mit 15 W Ladeleistung, eine Kopfhörerbuchse, eine 13-MP-Hauptkamera und eine 8-MP-Frontkamera.

Vielzahl an zusätzlichen Schnittstellen

Die Pogo pins und Privacy switches sind ein Alleinstellungsmerkmal des PinePhone Pro. Quelle: pine64.org

Bemerkenswert ist jedoch, dass sich die hintere Abdeckung entfernen lässt und man dadurch sowohl den Akku tauschen, als auch den internen Speicher via microSD-Steckplatz aufrüsten kann. Gemeinsam mit der Kopfhörerbuchse entsteht so fast schon ein gewisser Retro-Charme.

Dazu kommt eine Reihe von Datenschutz-DIP-Schaltern, mit denen man das Modem, Wi-Fi/Bluetooth, Mikrofon, Rückkamera, Frontkamera und Kopfhörer abschalten kann. Sie sind ebenso zugänglich wie Pogo-Pins.

Die Pogo-Pins unterstützen eine Vielzahl von aufsteckbaren Rückseiten, die sowohl mit dem ursprünglichen PinePhone als auch mit dem PinePhone Pro kompatibel sind. Zum Beispiel gibt es keine eingebaute Biometrie, aber Pine64 verkauft eine 25-Dollar-Rückwand mit einem kapazitiven Fingerabdruckleser. Es gibt kein kabelloses Aufladen, aber es kann eine Rückwand für $10 erworben werden, die diese Funktion hinzufügt. Die ausgefallenste Option ist ein 50-Dollar-Tastaturgehäuse mit einem 6.000-mAh-Akku. Damit wird das Handy zu einem Mini-Laptop.

Open-Source-Prinzip wohl nur für bestimmtes Publikum geeignet

Was die Software angeht ist, dank des Open-Source-Prinzips, dem Nutzer bzw. der Nutzerin überlassen, was auf das Gerät aufgespielt werden soll. Die klare Zielgruppe sind aber Linux-Enthusiasten, die bereit sind, mit einigen Ecken und Kanten zu arbeiten. Das ursprüngliche PinePhone, das immer noch für den Preis von $150 erhältlich ist, wird weiterhin produziert. Die Auslieferung des Pro-Modells beginnt am 24. Januar.

Quelle: arstechnica.com 

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