
Mit der Suunto Race 3S bringt der finnische Hersteller eine neue Premium-Sportuhr auf den Markt, die sich vor allem an Läufer, Trailrunner und ambitionierte Ausdauersportler richtet. Zu den auffälligsten Neuerungen gehören ein deutlich helleres AMOLED-Display, eine längere GPS-Laufzeit und der neue Suunto AI Coach.
Interessant ist die Race 3S aber auch deshalb, weil sie nicht erst für einen späteren Marktstart angekündigt wurde: Seit dem 15. Oktober 2026 ist die Sportuhr in Europa erhältlich. In Deutschland liegt die unverbindliche Preisempfehlung bei 499 Euro.
Doch rechtfertigen die neuen Funktionen den vergleichsweise hohen Preis?
Kompaktes Titangehäuse und Saphirglas
Suunto positioniert die neue Race 3S als kompakte Performance-Uhr. Das Gehäuse misst rund 46 Millimeter und die Uhr bringt inklusive dem modernen und bequemen Silikonarmband etwa 56 Gramm auf die Waage.
Beim Material setzt Suunto auf eine Kombination aus Titan und Saphirglas. Gerade für Outdoor-Sportarten ist das interessant, da Saphirglas deutlich widerstandsfähiger gegen Kratzer ist als einfaches Mineralglas. Die Uhr ist außerdem bis 5 ATM beziehungsweise 50 Meter wasserdicht. Schwimmen und Training bei Regen stellen damit kein Problem dar.
AMOLED-Display mit bis zu 2.000 Nits
Eine der deutlichsten Verbesserungen gegenüber der bisherigen Race S findet sich beim Display. Die Suunto Race 3S besitzt ein 1,32 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln. Besonders interessant ist die maximale Helligkeit von 2.000 Nits.
Zum Vergleich: Die Race S erreichte laut Suunto lediglich 600 Nit^ s. Damit dürfte sich die Anzeige der Race 3S insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung wesentlich besser ablesen lassen. Die Bildwiederholrate wird abhängig von der Darstellung zwischen 5 und 60 Hz angepasst. Dadurch soll einerseits eine flüssige Bedienung möglich sein, andererseits aber auch der Energieverbrauch niedrig bleiben.
Bis zu 38 Stunden mit Dualband-GPS
Gerade bei einer Sportuhr spielt die Akkulaufzeit eine entscheidende Rolle. Hier hat Suunto ebenfalls nachgelegt. Bei aktivem Dualband-GPS sind laut Hersteller bis zu 38 Stunden Laufzeit möglich. Im energiesparenderen Langzeitmodus steigt die Laufzeit auf bis zu 45 Stunden.
Bei normaler täglicher Nutzung nennt Suunto eine Akkulaufzeit von bis zu zwölf Tagen. Wie lange die Uhr tatsächlich durchhält, hängt natürlich davon ab, wie häufig GPS, Always-on-Display und andere Funktionen verwendet werden. Für längere Wanderungen, Trailruns oder mehrstündige Radtouren ist die Race 3S damit deutlich besser gerüstet als viele klassische Smartwatches.
Dualband-GPS und kostenlose Offline-Karten

Auch bei der Navigation setzt Suunto einen klaren Schwerpunkt. Die Race 3S unterstützt Dualband-GNSS über L1 und L5. Dadurch soll die Positionsbestimmung auch in schwierigeren Umgebungen wie Wäldern, engen Tälern oder dicht bebauten Städten zuverlässiger funktionieren.
Zusätzlich lassen sich weltweite Karten direkt auf die Uhr laden. Die Offline-Karten enthalten unter anderem:
- Straßen
- Gewässer
- Ortsnamen
- Höhenlinien
Eine aktive Internetverbindung ist während der Navigation anschließend nicht notwendig. Mit 64 GB internem Speicher bietet die Race 3S zudem doppelt so viel Speicherplatz wie die Race S. Dieser wird unter anderem für Karten, Trainingsdaten und zukünftig auch Offline-Musik genutzt.
Suunto AI Coach als wichtigste Neuerung
Das vielleicht spannendste Feature trägt allerdings keinen klassischen Sportuhren-Namen: Mit der Race 3S führt Suunto erstmals den Suunto AI Coach ein. Dabei handelt es sich um einen KI-basierten Trainingsassistenten innerhalb der Suunto-App. Der Coach soll vorhandene Trainingsdaten nicht einfach nur darstellen, sondern daraus konkrete Empfehlungen ableiten.
Nutzer können beispielsweise Fragen zu ihrem bisherigen Training stellen. Die KI berücksichtigt dabei unter anderem Trainingsbelastung, Erholung, Schlaf, Herzfrequenzvariabilität und persönliche Ziele. Der AI Coach kann außerdem strukturierte Trainingseinheiten, Trainingspläne und Routen erstellen, die anschließend über die Suunto-App auf die Uhr übertragen werden können.
Wer die Race 3S bis zum 31. Dezember 2026 aktiviert, erhält drei Monate kostenlosen Zugang zum AI Coach. Wie hoch die Kosten danach ausfallen werden, hat Suunto bislang noch nicht bekannt gegeben.
Mehr als 120 Sportmodi
Natürlich bleibt die Race 3S in erster Linie eine Sportuhr. Dafür stehen laut Hersteller mehr als 120 Sportmodi zur Verfügung. Neben Laufen und Trailrunning gehören beispielsweise Radfahren, Bergsteigen und verschiedene Wassersportarten dazu.
Ein überarbeiteter optischer Herzfrequenzsensor soll außerdem genauere Messungen ermöglichen. Suunto verwendet hierfür sechs LEDs und vier Fotodetektoren. Wer noch präzisere Belastungsdaten benötigt, kann zusätzlich einen kompatiblen Herzfrequenzgurt verwenden und Suuntos ZoneSense-Technologie nutzen.
Race 3S vs. Race S
Die Unterschiede zum Vorgänger sind größer, als es auf den ersten Blick erscheint.
| Merkmal | Suunto Race 3S | Suunto Race S |
| Display | 1,32 Zoll AMOLED | 1,32 Zoll AMOLED |
| Maximale Helligkeit | 2.000 Nits | 600 Nits |
| Speicher | 64 GB | 32 GB |
| Dualband-GPS | bis 38 Stunden | bis 32 Stunden |
| Alltag | bis 12 Tage | bis 9 Tage |
| AI Coach | Ja | Nein |
| Glas | Saphirglas | je nach Modell |
| Gewicht | 56 g | ab etwa 53 g |
Vor allem Display, Akku und Speicher wurden somit aufgewertet.
Wo liegen die Schwächen?
Ganz ohne Kompromisse kommt die neue Suunto allerdings nicht aus. Die Race 3S ist stärker auf Sport und Navigation ausgerichtet als auf klassische Smartwatch-Funktionen. Funktionen wie kontaktloses Bezahlen oder ein umfangreiches App-Ökosystem spielen hier bislang eine deutlich kleinere Rolle als beispielsweise bei einer Apple Watch oder manchen Garmin-Modellen.
Auch der Preis von 499 Euro ist nicht gerade niedrig. Gerade Besitzer einer Race S sollten daher überlegen, ob ihnen das hellere Display, die längere Akkulaufzeit und der AI Coach den Aufpreis wert sind. Ein weiterer Punkt ist der KI-Coach selbst. Wie gut dessen Empfehlungen langfristig funktionieren, muss sich im praktischen Einsatz erst zeigen. Suunto weist zudem selbst darauf hin, dass KI-generierte Empfehlungen unvollständig oder fehlerhaft sein können und nicht als medizinische Beratung verstanden werden dürfen.
Fazit: Für wen lohnt sich die Suunto Race 3S?
Die Suunto Race 3S ist weniger eine klassische Smartwatch und vielmehr ein leistungsfähiger Trainingscomputer fürs Handgelenk. Besonders interessant ist sie für Läufer, Trailrunner, Wanderer und Ausdauersportler, die Wert auf lange GPS-Laufzeiten, Offline-Karten und eine robuste Bauweise legen. Das helle AMOLED-Display und die 64 GB Speicher sind ebenfalls überzeugende Verbesserungen.
Spannend wird vor allem der neue Suunto AI Coach. Wenn es Suunto gelingt, die umfangreichen Trainingsdaten tatsächlich in sinnvolle und individuelle Empfehlungen umzuwandeln, könnte daraus eines der interessantesten Features der Race 3S werden. Mit 499 Euro befindet sich die Uhr allerdings klar im Premiumsegment. Für Besitzer einer älteren Suunto oder für Sportler, die ohnehin eine hochwertige GPS-Uhr suchen, ist die Race 3S durchaus einen Blick wert. Wer bereits eine Race S besitzt, erhält dagegen einige Verbesserungen, aber nicht zwingend genug Gründe für einen sofortigen Wechsel.
Aus der Suche nach einer eigenen Suuntoo Race S? Dann gibt es hier zahlreiche Modelle, die bequem online gekauft werden können.
Quelle: Suunto