Googlebook kommt nach Deutschland: Googles neue Laptop-Klasse setzt voll auf Gemini

Moderner Laptop mit farbiger Benutzeroberfläche neben einem Android-Smartphone auf einem Schreibtisch

Google will mit einer neuen Laptop-Kategorie stärker im Premiumsegment mitmischen. Unter dem Namen Googlebook entstehen derzeit Geräte von Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo, die sich deutlich von klassischen Chromebooks abgrenzen sollen. Im Mittelpunkt stehen hochwertige Hardware, eine enge Verbindung mit Android-Smartphones und vor allem Gemini Intelligence.

Die ersten Geräte wurden in den vergangenen Wochen konkret vorgestellt. Auch die deutsche Googlebook-Seite ist inzwischen online und kündigt den Verkaufsstart für Herbst 2026 an. Eines der ersten Modelle für Deutschland ist das Lenovo Googlebook 15, das hierzulande mit einem Preis ab 1.379 Euro gelistet wird.

Was ist überhaupt ein Googlebook?

Der Name erinnert natürlich zwangsläufig an das Chromebook. Google versteht Googlebooks allerdings als neue Kategorie von Premium-Laptops. Während Chromebooks seit Jahren vor allem für unkompliziertes Arbeiten im Web, vergleichsweise günstige Preise und ChromeOS bekannt sind, sollen Googlebooks leistungsfähiger und stärker auf künstliche Intelligenz ausgerichtet sein.

Google spricht davon, das Beste aus ChromeOS und Android miteinander zu verbinden. Die Geräte sollen hochwertige Materialien, leistungsfähige Prozessoren und eine besonders enge Zusammenarbeit mit Android-Smartphones bieten.

Im Mittelpunkt steht dabei Gemini Intelligence. KI soll nicht nur über eine einzelne App erreichbar sein, sondern deutlich tiefer in die tägliche Bedienung des Computers integriert werden.

Gemini Intelligence wird zum zentralen Bestandteil

Eine der wichtigsten Funktionen nennt Google Magischer Pointer. Nutzer sollen damit Inhalte auf dem Bildschirm auswählen können, woraufhin Gemini passende Aktionen anbietet. Die KI kann beispielsweise Fragen beantworten, Informationen vergleichen oder bei der Erstellung neuer Inhalte helfen.

Für 2027 ist zusätzlich die Funktion „Eigenes Widget erstellen“ angekündigt. Dabei sollen Anwender über einen einfachen Prompt individuelle Widgets erzeugen können, beispielsweise einen Reiseplaner, der Flüge, Hotels und andere Informationen zusammenfasst.

Damit versucht Google, KI nicht nur als zusätzlichen Chatbot in das Betriebssystem einzubauen. Gemini soll vielmehr Bestandteil der alltäglichen Bedienung werden und Nutzern damit die Bedienung deutlich erleichtern und gleichzeitig weitere Optionen und Möglichkeiten bieten.

Besonders enge Verbindung mit Android-Smartphones

Googlebook-Laptop und Android-Smartphone mit synchronisierten Inhalten auf dem Schreibtisch

Ein weiterer Schwerpunkt der Googlebooks ist das Zusammenspiel mit Android. Mit „Meine Apps streamen“ sollen Apps vom Smartphone direkt auf dem Laptop verwendet werden können, ohne dass sie dort separat installiert werden müssen. Auch der Zugriff auf Dateien des Smartphones soll deutlich einfacher werden.

Über den Schnellzugriff erscheinen Inhalte des Smartphones ähnlich wie lokale Dateien auf dem Googlebook. Wer unterwegs beispielsweise Fotos oder Dokumente auf dem Handy speichert, soll diese anschließend direkt am Laptop weiterverwenden können.

Damit richtet Google die neue Geräteklasse besonders an Nutzer, die bereits ein Android-Smartphone verwenden und ihre Geräte enger miteinander verbinden möchten.

Lenovo Googlebook 15 ab 1.379 Euro

Besonders konkret wird es beim Lenovo Googlebook 15. Das Gerät wird bereits auf der deutschen Googlebook-Seite aufgeführt und soll ab 1.379 Euro erhältlich sein. Die dort genannte Ausstattung umfasst einen Intel Core Ultra 5, 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB Speicher. Das 15,3 Zoll große OLED-Touchdisplay löst mit 2.880 × 1.800 Pixeln auf.

Hinzu kommen ein Gewicht von rund 1,29 Kilogramm und laut Google eine Akkulaufzeit von bis zu 13 Stunden. Für Sicherheitsfunktionen ist ein Titan-C-Chip integriert. Lenovo nennt für das Modell außerdem Varianten mit bis zu 32 GB Arbeitsspeicher. Auf der deutschen Lenovo-Seite ist unter anderem eine Konfiguration mit Intel Core Ultra 5 325, Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 aufgeführt. Damit bewegt sich das Googlebook klar außerhalb des klassischen günstigen Chromebook-Segments.

Gut zu wissen: Natürlich können sich Preise für Geräte schnell ändern, sodass diese von diesen hier genannten abweichen könnten.

Acer setzt auf ein Convertible

Auch Acer hat bereits sein erstes Modell vorgestellt. Das Acer Googlebook 14 verfolgt dabei einen anderen Ansatz als Lenovo.

Das nur rund 1,14 Kilogramm schwere Gerät ist als Convertible aufgebaut. Das Display kann vollständig umgeklappt werden, sodass sich das Googlebook sowohl als klassisches Notebook als auch als Tablet verwenden lässt.

Acer verbaut ein 14 Zoll großes 3K-OLED-Touchdisplay und setzt ebenfalls auf Intel Core Ultra Series 3. Die maximale Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu 16 Stunden an.

Damit könnte das Acer-Modell vor allem für Nutzer interessant sein, die einen besonders mobilen Laptop suchen und das Touchdisplay regelmäßig verwenden.

ASUS bringt besonders leichtes Googlebook

Noch leichter wird das ASUS Googlebook 14. ASUS nennt für sein neues Modell ein Startgewicht von lediglich 0,99 Kilogramm. Trotzdem besitzt der Laptop ein 14 Zoll großes 3K-OLED-Touchdisplay. Hinzu kommen Intel-Core-Ultra-Series-3-Prozessoren, Wi-Fi 7 sowie ein Gehäuse aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung.

ASUS setzt ebenfalls stark auf Gemini Intelligence und die Android-Integration. Damit zeigen bereits die ersten Modelle, dass Google den Herstellern vergleichsweise viel Spielraum bei Größe und Bauform lässt.

Fünf Hersteller zum Start

Google arbeitet zunächst mit fünf großen Notebook-Herstellern zusammen:

  • Acer
  • ASUS
  • Dell
  • HP
  • Lenovo

Google spricht von fünf unterschiedlichen Flagship-Modellen. International sollen die Einstiegspreise bei rund 899 US-Dollar beginnen. Welche Modelle in welcher Konfiguration tatsächlich in Deutschland erscheinen und wie hoch die jeweiligen Europreise ausfallen, hängt jedoch vom Hersteller ab.

Das Lenovo Googlebook 15 zeigt bereits, dass höher ausgestattete Varianten deutlich oberhalb der 1.000-Euro-Marke liegen können.

Googlebook gegen Chromebook, Windows und MacBook

Besonders spannend wird die Positionierung der neuen Geräteklasse. Googlebooks sollen Chromebooks offenbar nicht ersetzen. Google beschreibt Chromebooks weiterhin als unkomplizierte und effiziente Geräte für alltägliche Aufgaben.

Googlebooks richten sich dagegen stärker an Nutzer, die Premiumhardware, hohe Leistung und umfassende KI-Funktionen erwarten. Damit treten sie automatisch stärker gegen hochwertige Windows-Notebooks und Apples MacBooks an.

Entscheidend dürfte sein, ob die Verzahnung von Gemini, Android und Googlebook OS im Alltag einen ausreichend großen Mehrwert bietet. Gerade Android-Nutzer könnten von der engen Smartphone-Integration profitieren.

Marktstart in Deutschland steht bevor

Hand bedient den Touchscreen eines modernen Googlebook-Laptops

Einen konkreten einheitlichen Verkaufsstart für alle Googlebooks in Deutschland nennt Google bislang nicht. Auf der deutschen Website heißt es weiterhin „ab Herbst 2026 im Handel“. Beim Lenovo Googlebook 15 wird derzeit ein deutscher Preis ab 1.379 Euro angezeigt, gleichzeitig ist das Gerät noch mit „Demnächst verfügbar“ gekennzeichnet. Die Plattform nimmt damit aber zunehmend konkrete Formen an. Lenovo, Acer und ASUS haben ihre ersten Geräte bereits vorgestellt, weitere Modelle von Dell und HP sollen folgen.

Fazit: Googlebook wird mehr als ein teures Chromebook

Mit Googlebook versucht Google, eine eigene Premiumklasse für Laptops zu etablieren. Statt günstiger Cloud-Notebooks stehen leistungsfähige Hardware, OLED-Displays, moderne Prozessoren und tief integrierte KI im Vordergrund.

Besonders interessant ist die Verbindung zum Android-Smartphone. Apps streamen, Dateien direkt austauschen und Aufgaben geräteübergreifend fortsetzen zu können, könnte für Android-Nutzer ein starkes Argument werden. Gleichzeitig sind die ersten Preise ambitioniert. Das Lenovo Googlebook 15 beginnt in Deutschland bei 1.379 Euro und tritt damit gegen etablierte Premium-Notebooks an.

Ob Googlebook dauerhaft neben Chromebook, Windows-PC und MacBook bestehen kann, wird deshalb vor allem davon abhängen, wie gut Gemini Intelligence und die Android-Integration im Alltag funktionieren.

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Quelle: Google

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